So könnte die angesagte Bereinigung zumindest im Benennen des Rumpelstilzchen "angeworfen sein...* und es gibt erstaunlich mehr Stimmen ! die in dieser Richtung Laut geben.
Z.B. daß - die Polarität aus Machtgier nicht aufgehoben werden kann, egal wie sich das darstellt - es sind austauschbare Marionetten, solange - bis sich das Prinzip der Ausgangslage wieder hergestellt und das labile Gleichgewicht der Polarität erkannt und diese ihren zeitlos unverzichtbaren Raum zurück gewonnen hat.
Die einseitig abgerichtete Denklage gegen WASauchIMMER ist die wirkliche Bedrohung !
Auszug Zitat:
«Die Politik der USA war es immer, zu verhindern, dass Deutschland und Russland enger zusammenarbeiten»
Historische, politische und wirtschaftliche Hintergründe des Ukraine-Kriegs
* In unseren Medien wird immer wieder berichtet, dass Putin Atomwaffen ins Spiel gebracht habe. Haben Sie das auch gehört?
Ja, Wladimir Putin hat am 27. Februar seine Nuklearkräfte in den Alarmzustand Stufe 1 gesetzt. Das ist aber nur die Hälfte der Geschichte. Am 11./12. Februar fand die Sicherheitskonferenz in München statt. - Selenskyj - war dort. Er äusserte, dass er Nuklearwaffen beschaffen möchte. Das wurde als eine potenzielle Bedrohung interpretiert.
Im Kreml ging natürlich die rote Lampe an. Um das zu verstehen, muss man das Abkommen von Budapest 1994 im Hinterkopf haben.
Dabei ging es darum, die Atomraketen in den ehemaligen Sowjetrepubliken zu vernichten und nur Russland als Atommacht bestehen zu lassen. Auch die Ukraine übergab die Atomwaffen an Russland, und Russland sicherte als Gegenleistung die Unverletzlichkeit der Grenzen zu. Als die Krim zurück an Russland ging, 2014, sagte die Ukraine, sie würde sich auch nicht mehr an das Abkommen von 1994 halten.
.... und weiter, vorweggenommen, von mir hervorgehoben - im Auszug zu lesen:
Wie ist das Vorgehen der Russen? Das ist völlig anders. Sie haben ihr Ziel klar bekannt gegeben. Sie wollen eine «Entmilitarisierung» und «Entnazifizierung». Wenn man die Berichterstattung ehrlich verfolgt, ist es genau das, was sie machen. Natürlich, ein Krieg ist ein Krieg, und bedauerlicherweise gibt es dabei immer Tote, aber es ist interessant zu sehen, was die Zahlen sagen. Am Freitag (4. März) zog die Uno eine Bilanz. Sie berichtete von 265 getöteten ukrainischen Zivilisten. Am Abend hat das russische Verteidigungsministerium die Anzahl der toten Soldaten mit 498 angeben. Das heisst, es gibt mehr Opfer beim russischen Militär als unter den Zivilisten auf der ukrainischen Seite. Wenn man das jetzt mit Irak oder Libyen vergleicht, dann ist es bei der westlichen Kriegsführung genau umgekehrt.
Das widerspricht der Darstellung im Westen? Ja, in unseren Medien wird es so dargestellt, dass die Russen alles zerstören würden, aber das stimmt offensichtlich nicht. Auch stört mich die Darstellung in unseren Medien über Putin, dass er plötzlich entschieden habe, die Ukraine anzugreifen und zu erobern. Die USA haben über mehrere Monate gewarnt, es werde einen Überraschungsangriff geben, aber es geschah nichts. Übrigens, Nachrichtendienste und die ukrainische Führung haben mehrmals die amerikanischen Aussagen dementiert. Wenn man die militärischen Meldungen anschaut und die Vorbereitungen, dann sieht man ziemlich klar: Putin hatte bis Mitte Februar keine Absicht, die Ukraine anzugreifen.
Warum hat sich das geändert? Was ist geschehen? Dazu muss man ein paar Dinge wissen, sonst versteht man das nicht. Am 24. März 2021 hat der ukrainische Präsident Selenskyj ein Dekret erlassen, dass er die Zurückeroberung der Krim beabsichtigt. Daraufhin begann er, die ukrainische Armee nach Süden und Südosten zu verschieben, in Richtung Donbass.
Seit einem Jahr also hat man einen ständigen Aufbau der Armee an der südlichen Grenze der Ukraine. Das erklärt, warum Ende Februar keine ukrainischen Truppen an der russisch-ukrainischen Grenze waren. Selenskyj hat immer den Standpunkt vertreten, dass die Russen die Ukraine nicht angreifen werden.
Auch der ukrainische Verteidigungsminister hat das immer wieder bestätigt. Ebenso bestätigte der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats im Dezember und im Januar, dass es keine Anzeichen für einen russischen Angriff auf die Ukraine gebe.
War das ein Trick? Nein, sie sagten das mehrmals, und ich bin sicher, dass Putin, der das übrigens auch wiederholt sagte, nicht angreifen wollte. Offenbar gab es Druck aus den USA. Die USA haben an der Ukraine selbst wenig Interesse.
Zum jetzigen Zeitpunkt wollten sie den Druck auf Deutschland erhöhen, Nord Stream II abzustellen. Sie wollten, dass die Ukraine Russland provoziert und dass, wenn Russland darauf reagiert, Nord Stream II auf Eis gelegt wird.
Ein solches Szenario wurde anlässlich des Besuches von Olaf Scholz in Washington angetönt, und Scholz wollte klar nicht mitmachen. Das ist nicht nur meine Meinung, es gibt auch Amerikaner, die das so sehen: Das Ziel ist Nord Stream II.
Dabei darf man nicht vergessen, dass Nord Stream II auf Anfrage der Deutschen gebaut worden ist. Es ist grundsätzlich ein deutsches Projekt. Denn Deutschland braucht mehr Gas, um seine Energie- und Klimaziele zu erreichen.
* DAS wollte ich festhalten - schimmert also durch alles was geschieht und will be-rück-sichtigt sein.
Wie liest sich das astro-logisch ? Wer löst hier die Fäden aus dem Wirrwar ? Dieses Interview tut ES in meinen Augen. Webe doch Jeder seinen Standpunkt so gründlich & nah.
Es lohnt sich, zu hören, was Selensky wirklich gesagt hat:
Und das Zweite wäre, zu den Quellen, (deren Angaben fehlen) der Behauptungen zu gehen, was ich zum Teil gemacht habe,da mir der Artikel bekannt ist. ist aber uferlos.
* Danke Elisabeth* fürs einstellen des Video. Dein Einwand zu Quellennachweise ---- ? aber Elisabeth*, das ist hier für mich der Sprecher selbst, oder nicht ?
Jacques Baud: Ich kenne die Region, um die es jetzt geht, sehr gut. Ich war beim EDA [Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten] und in dessen Auftrag fünf Jahre abkommandiert zur Nato im Kampf gegen die Proliferation von Kleinwaffen. Ich habe Projekte in der Ukraine nach 2014 betreut. Das heisst, ich kenne Russland, auf Grund meiner ehemaligen nachrichtendienstlichen Tätigkeit, die Nato, die Ukraine und das dazugehörige Umfeld sehr gut. Ich spreche russisch und habe Zugang zu Dokumenten, die nur wenige Menschen im Westen anschauen.
Seine Einsicht & Nähe und der ganze Text - wieso "uferlos" ???
Grade das empfand ich als informativ unverzichtbar ! weiter zurück greifend. Nur das ist doch von Interesse - seine Beleuchtung, WIE kann es dazu gekommen sein? Er nennt die Jahreszahl zu seinen Hinweisen ganz konkret.
Weißt du - mein Vorbehalt der "westlichen" Vergehen, mal kurz angetippt, wird hier entsprechend untermauert. Mir sind diese Hinweise bis zum Schluß äußerst "einleuchtend" ... Natürlich ist nicht das letzte Wort von einem Einzigen zu erwarten.
Doch gegen die einseitigen Stimmen .... eine sehr erhellende - aus eigener Zugangs-Kompetenz ! würde ich doch behaupten. Wen kann man denn besser befragen, was dieser Mann zum Gegenstand seiner Besprechung macht ?
Jacques Baud war Oberst der Schweizer Armee. Im Schweizerischen Strategischen Nachrichtendienst - der UNO & als NATO-Delegierter beschäftigt.
Klar ist: kein Ver-gehen ist durch anderer Leute Ver-gehen aufgehoben. Mir ist das einfach zu meinem Wissensstand "einleuchtend" dargestellt, was dieser Mann zu sagen hat.
Nun - dein Einwand, liebe Elisabeth*, wenn ich ES richtig verstehe - kommt sicher nicht von ungefähr - ich brauche jetzt einige Zeit das zu untersuchen.
der geschasst wurde, was auf die deutsche Haltung wohl auch jene der EU, hinweist.
Man kommt damit, wie ich finde, in ein gefährliches Fahrwasser, nämlich den Krieg zu rechtfertigen.
Nachdem man mir keinen Respekt und keine Anerkennung zollt, verschaffe ich, Putin, mir jetzt Respekt.
Es ließe sich auch sagen: Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt! (Aus dem Fieberwahn eines Kindes)
Bereits die Annexion der Krim war ein Bruch des Völkerrechts:
Spätestens ab da hat der Westen versagt.
Putin wollte die Menschen in der Ukraine von einem aus seiner Sicht faschistischem System befreien.
Was hat er erreicht? "russisches Kriegsschiff, fick dich", so ein Soldat auf der Schlangeninsel, bis dann etwas später genau dieses Schiff, die Moskwa, versenkt wurde. So das Stimmungsbild in der Ukraine.
Und Finnland und Schweden sind dabei, der Nato beizutreten, also genau das Gegenteil, vom dem, was er wollte.
Das gegenseitige Aufrechnen, wann wer welchen Vertrag gebrochen hat, rechtfertigt nicht, nun wieder einen Vertrag zu brechen.
Was also nun zu Gange ist, ist ein Bruch der Zivilisation.
Hierzu ein Interview mit Noam Chomsky, der sicher nicht im Verdacht steht, auf Linie gebracht zu sein.
Minute 4:15 mit dem Hinweis auf den 1.9.2021 und auch Clintons Bruch der zugesagten NATO-Begrenzungen scheint mir wichtig. Offensichtlich hat ja auch die Nato hier einen neuen Kurs eingeschlagen.
* Elisabeth* - was du meinem "Aufriß" hinzu stellst ist überwältigend - - ich danke dir sehr für diese Öffnungen.
https://youtu.be/Ugng29Fp2Bc Für das Video ganz ganz großen Dank mit Noam Chomsky hier wird der Raum groß geöffnet, von dem ich ausging, etwas begreifen zu wollen. Mir fehlen die Worte - was ich da aufgerissen habe .... mein Gott - vom warmen Sitz aus - aussichtslos weltfremd - ich bin beschämt, doch von meiner Warte aus reichlich bestärkt.
und du sagst ES -
#4 | Was also nun zu Gange ist, ist ein Bruch der Zivilisation.
Danke für deine Arbeit mit diesen starken umfassenden Einstellungen. Silvi*
Nun also doch. Nach langem Hin und Her .... ... ... Verteidigungsministerin Christine Lambrecht....: "Das ist genau das, was die Ukraine jetzt braucht: Den Luftraum sichern vom Boden aus", erklärte Lambrecht.
....
In der Ukraine ist man da wohl anderer Meinung. Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, erklärte bei ntv, die Ukraine habe Deutschland zwar bereits kurz nach Beginn der russischen Invasion um Luftabwehr-Panzer gebeten, die deutsche Seite hätte damals allerdings abgelehnt. Das Angebot sei "wie ein Blitz aus heiterem Himmel" gekommen, sagte Melnyk.
Außerdem meldete der ukrainische Botschafter Bedenken hinsichtlich der Einsetzbarkeit der Panzer an. So seien diese ohne Munition nutzlos: "Sollte die Munition in den nächsten Tagen vom deutschen Verteidigungsministerium nicht besorgt werden, würde die Ukraine auf dieses Angebot Deutschlands wohl verzichten müssen", befand Melnyk bei ntv.
Experte: Munition noch das kleinste Problem Nach Informationen der "Bild"-Zeitung (Bezahlinhalt) hat der Hersteller des Gepards, Krauss-Maffei Wegmann, nur rund 23.000 Schuss für das Waffensystem auf Vorrat. Nun sollen andere Nutzer des Panzers wie Jordanien, Brasilien und Katar angefragt werden, um die nötigen Munitionsvorräte zu liefern. Der Gepard benötigt demnach bei einem Munitionsverbrauch von 1.100 Schuss pro Minute einige hunderttausend Schuss Munition, um effektiv eingesetzt zu werden.
Lars Winkelsdorf ist Waffensachverständiger. Ihm zufolge ist die Munitionsfertigung "noch das kleinste Problem". Vielmehr sei die Frage, wann die Panzer eingesetzt werden könnten. "Die Gepard-Panzer standen jahrelang draußen herum und müssen erst einmal instand gesetzt werden", erklärte Winkelsdorf unserer Redaktion.
Zwar seien Wannen und Türme da, "aber das muss erst alles einmal wieder in Ordnung gebracht werden. Das ist möglich, aber es kostet Geld und es dauert vor allem. Inklusive Ausbildung wird es mehrere Monate brauchen, bis die Gepard-Panzer einsatzbereit in der Ukraine sind."
.... usw. ....
*
Zeigt ES sich so - im "Moment" ? meiner Nachricht-ent-deckung - als undurchdachtes Zuviel & das auch noch marode.... ? (DAS Ab_wesende weigert sich also so... ein Schlem der sowas denkt?...)
"Lieferung" Schwerer Waffen ! - - in bei ab_wesendem Bundeskanzler beschlossen - also fehlendem Kopf und das auch noch aufdringlich unausgewogen
Die plumpe Vorgehensweise im bedrängten Stier -
Jetzt mal nur "journalistisch" bildhaft drauf geschaut - was da so abgeht an führungsloser Will"kür" - auf dünnstem Eis ....
im Stillstand-Grüße
Silvi*
* Nachtrag: Meine Suche nach der Zeitangabe zum Beschluß war leider noch ergebnislos.
Offener Brief: Prominente warnen Scholz vor Drittem Weltkrieg
Prominente wie die Feministin Alice Schwarzer, der Schriftsteller Martin Walser und der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogesh haben in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz appelliert, nicht noch mehr schwere Waffen an die Ukraine zu liefern.
Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin dürfe kein Motiv für eine Ausweitung des Krieges auf die Nato geliefert werden, schreiben die Unterzeichner in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. Sie warnen vor der Gefahr eines Dritten Weltkrieges.
Zu den 28 Erstunterzeichnern gehören der Autor Alexander Kluge, der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel, der Sänger Reinhard Mey, die Kabarettisten Gerhard Polt Dieter Nuhr, die Schauspieler Lars Eidinger Edgar Selge und die Schriftstellerin Juli Zeh ....
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner betonen, dass Putin mit dem Angriff auf die Ukraine das Völkerrecht gebrochen habe. Dies rechtfertige aber nicht, das "Risiko der Eskalation dieses Krieges zu einem atomaren Konflikt in Kauf zu nehmen". Die Lieferung großer Mengen schwerer Waffen könnte Deutschland selbst zur Kriegspartei machen. "Ein russischer Gegenschlag könnte sodann den Beistandsfall nach dem Nato-Vertrag und damit die unmittelbare Gefahr eines Weltkriegs auslösen."
Der Offene Brief wurde am Freitagvormittag auf der Website des Magazins "Emma" veröffentlicht und steht allgemein zur Unterzeichnung offen.
Andreas Dresen, Filmemacher Lars Eidinger, Schauspieler Dr. Svenja Flaßpöhler, Philosophin Prof. Dr. Elisa Hoven, Strafrechtlerin Alexander Kluge, Intellektueller Heinz Mack, Bildhauer Gisela Marx, Filmproduzentin Prof. Dr. Reinhard Merkel, Strafrechtler und Rechtsphilosoph Prof. Dr. Wolfgang Merkel, Politikwissenschaftler Reinhard Mey, Musiker Dieter Nuhr, Kabarettist Gerhard Polt, Kabarettist Helke Sander, Filmemacherin HA Schult, Künstler Alice Schwarzer, Journalistin Robert Seethaler, Schriftsteller Edgar Selge, Schauspieler Antje Vollmer, Theologin und grüne Politikerin Franziska Walser, Schauspielerin Martin Walser, Schriftsteller Prof. Dr. Peter Weibel, Kunst- und Medientheoretiker Christoph, Karl und Michael Well, Musiker Prof. Dr. Harald Welzer, Sozialpsychologe Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist Juli Zeh, Schriftstellerin Prof. Dr. Siegfried Zielinski, Medientheoretiker
Zitat Ende
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Alles Instanzen einer gewachsenen Persönlichkeit !!!! auf ihrem Gebiet !!!!!
#8 | Fische läßt die Stimmen nicht versiegen* - sie kommen wie ein zum Bild gewordene Ansage - aus der kosmischen Spalte von Widder & Fische* - wo auch immer die Häuser stehen - die Zeichnung - Trigon & Sextile - verbinden die Energie"auslösungen"... dieser bisher nieder-gehaltenen Riege die sich meldet zu Wort.
wir begrüßen, dass Sie bisher so genau die Risiken bedacht hatten: das Risiko der Ausbreitung des Krieges innerhalb der Ukraine; das Risiko einer Ausweitung auf ganz Europa; ja, das Risiko eines 3. Weltkrieges. Wir hoffen darum, dass Sie sich auf Ihre ursprüngliche Position besinnen und nicht, weder direkt noch indirekt, weitere schwere Waffen an die Ukraine liefern. Wir bitten Sie im Gegenteil dringlich, alles dazu beizutragen, dass es so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand kommen kann; zu einem Kompromiss, den beide Seiten akzeptieren können.
Wir teilen das Urteil über die russische Aggression als Bruch der Grundnorm des Völkerrechts. Wir teilen auch die Überzeugung, dass es eine prinzipielle politisch-moralische Pflicht gibt, vor aggressiver Gewalt nicht ohne Gegenwehr zurückzuweichen. Doch alles, was sich daraus ableiten lässt, hat Grenzen in anderen Geboten der politischen Ethik.
Zwei solche Grenzlinien sind nach unserer Überzeugung jetzt erreicht: Erstens das kategorische Verbot, ein manifestes Risiko der Eskalation dieses Krieges zu einem atomaren Konflikt in Kauf zu nehmen. Die Lieferung großer Mengen schwerer Waffen allerdings könnte Deutschland selbst zur Kriegspartei machen. Und ein russischer Gegenschlag könnte so dann den Beistandsfall nach dem NATO-Vertrag und damit die unmittelbare Gefahr eines Weltkriegs auslösen. Die zweite Grenzlinie ist das Maß an Zerstörung und menschlichem Leid unter der ukrainischen Zivilbevölkerung. Selbst der berechtigte Widerstand gegen einen Aggressor steht dazu irgendwann in einem unerträglichen Missverhältnis.
Wir warnen vor einem zweifachen Irrtum: Zum einen, dass die Verantwortung für die Gefahr einer Eskalation zum atomaren Konflikt allein den ursprünglichen Aggressor angehe und nicht auch diejenigen, die ihm sehenden Auges ein Motiv zu einem gegebenenfalls verbrecherischen Handeln liefern. Und zum andern, dass die Entscheidung über die moralische Verantwortbarkeit der weiteren „Kosten“ an Menschenleben unter der ukrainischen Zivilbevölkerung ausschließlich in die Zuständigkeit ihrer Regierung falle. Moralisch verbindliche Normen sind universaler Natur.
Die unter Druck stattfindende eskalierende Aufrüstung könnte der Beginn einer weltweiten Rüstungsspirale mit katastrophalen Konsequenzen sein, nicht zuletzt auch für die globale Gesundheit und den Klimawandel. Es gilt, bei allen Unterschieden, einen weltweiten Frieden anzustreben. Der europäische Ansatz der gemeinsamen Vielfalt ist hierfür ein Vorbild.
Wir sind, sehr verehrter Herr Bundeskanzler, überzeugt, dass gerade der Regierungschef von Deutschland entscheidend zu einer Lösung beitragen kann, die auch vor dem Urteil der Geschichte Bestand hat. Nicht nur mit Blick auf unsere heutige (Wirtschafts)Macht, sondern auch in Anbetracht unserer historischen Verantwortung - und in der Hoffnung auf eine gemeinsame friedliche Zukunft.