...eines der schönen Dinge mit der Astrologie ist für mich, das es nie aufhört, immer noch gibt es etwas zu entdecken, gibt es etwas was man noch nicht gemacht hat.
So hatte ich bisher den Deklinationen kaum Aufmersamkeit geschenkt, bis Klaus beim Wetter mit Deklinationen fürs Wetter als Frage kam Wetter Sommer '19 und siehe da, Deklinationen scheinen beim Wetter und nicht nur da, äußerst nützlich zu sein.
Vage erinnerte ich das es da etwas von Alfred Witte, dem Begründer der Hamburger Schule über Sonnenbogen-Deklinationen gibt.
JZM hatte mich vor Jahren schon einmal darauf angesprochen, ich hatte dann kurz geguckt, Bahnhof verstanden und es erst mal gelassen.
Bahnhof:
Zitat
Leichte Berechnung der Deklinationen von vorgeschobenen Planeten mit Hilfe von Tabellen. A. Witte, Hamburg.
Im Geburtsaugenblick bilden die Planeten mit dem Sonnenstand eine feste Kristallisation, die während' des ganzen Lebens dieselbe bleibt; eingeschlossen ist das X. Haus, der Aszendent und der Widderpunkt.
Diese Kristallisation wird von der progressiven Sonne, also der in den Tagen nach der Geburt mitgenommen, dadurch bilden alle Planetenstände in derselben Breite wie im Radix mit den RadixPlaneten neue Stände, die man als vorgeschobene bezeichnet.
Sie bilden auch neue Deklinationen und horizontale Parallelen mit den Radixplaneten, die von großer Wichtigkeit sind. (von mir hervorgehoben, weil das ist der Kern)
Nachstehend soll eine leichte Berechnungsart dieser Stände geschildert werden. Die Direktion liegt auf der Ekliptik und wird mit dem Sonnenbogen vorgenommen.
Beispiel: Planetenstand vom 14. Mai 1879, abends 11 Uhr, Hamburg. r= 23°42' , r =10.01 · =25'35 (stimmt nicht ist, 28°13' ) Dekl =+18°42', +13°12 20°31' ·(ist 20°32') . Breite = 0°00' , - 1°43' 0°46' (Huch?)
Die progressive Sonne war für den 3. August 1912 = 25° 33' , der vorgeschobene 11°52' v. = 0° 06' . Für den vorgeschobenen soll die Deklination bestimmt werden.
Man findet in der Tabelle für Rektaszensionen und Deklinationen von 1-90° bei der Länge von 71°52' die Deklination + 22°13' in Tabelle 2 bei 72° Länge 2'. Diese werden von der Breite subtrahiert = 1°43' 0 02' = - 1° 41' neue Deklinationen = + 20° 32' || r= 20° 31' .......
Quelle: Der Mensch (alle Witte Artikel), Witte Verlag
So,so also in 2 Tabellen nachgucken und reichlich rechnen ist die Methode früher ohne Computer gewesen.
Was muß ich also machen im Computerprogramm um das zu kriegen? (Tabellen Interpolationen bitte nur im Notfall)
Man hat die Ekliptikbreite der Faktoren und auf Wunsch auch die dazu gehörigen Deklination. Es ist nur nötig einen Faktoren um den Sonnenbogen zu verschieben und für diesen neuen Wert mit der Radixbreite die richtige Deklination zu errechnen. Schon haben wir eine Sonnenbogen-Deklination
Zur Veranschaulichung eine kleine Zeichnung, die den Verlauf der Ekliptik zum Äqutor zeigt.
Aus der Mensch (alle Witte Artikel) p. 301
Und hier das obige praktische Beispiel Wittes.
Wie klar zu sehen bekommen wir für den vorgeschobenen am 3.8.1912 die Deklination von 20°31 und rechts ist grafisch zu sehen wie sich tatsächlich eine || zum r gebildet hat.
Als ich dies fertig hatte ging mir ein kleines Licht auf.
Was für den Sonnenbogen gilt natürlich auch für alle anderen Verschiebe-Direktionen, wie etwa alle symbolischen Direktionen, (die 1° Direktion z.B), aber auch fürs Composit, Harmonic, usw.
Hier gab es bisher nach meiner Kenntnis keinerlei Deklinationen, nun ist der Gedanke da und natürlich schon im Programm verwirklicht und ich bin das Problem los, bei unechten Horoskopen Breiten und Deklinationen auszublenden.
ehrenhalber möchte ich erwähnen, daß der verstorbene André Helms im seinerzeitigen Prognosefokus sehr viel mit Deklinationen gearbeitet hat, (hier auch insbesondere die Deklinationen zu AC und MC) wie er überhaupt sämtliche Methoden der "Alten" durchprobiert hat. Echo fand das damals wenig. Das soll jetzt deiner Arbeit keinen Abbruch tun, im Gegenteil, denn es gibt ja kaum Programme, die diese Schau ermöglichen, und es ist auch höchste Zeit, daß die Deklinationen zu ihrem "Recht" kommen.
Beim Wetter wäre ich aber prognostisch, was AC und MC Deklinationen betrifft, etwas vorsichtiger, denn es schlägt sich ja nicht immer am Brocken nieder, wenn auch dort eine Wetterstation steht.
die Verwendung der Deklination in der Prognose ist ein interessantes Thema.
Könntest Du mir den Gefallen tun und das mit der Sonnenbogendirektion auf den Todeszeitpunkt vorgeschobene Horoskop von Peter Fonda noch einmal mit der Anzeige der genauen Längengraden und den Deklinationswerten posten (in der gleichen Art wie das Beispiel Horoskop von Witte).
Ich weiß nicht ob ich Deine einleitende Beschreibung der mit Sonnenbogen vorgeschobenen Deklinationsberechnung richtig verstanden habe. Denn beim Nachrechnen bin ich beim Witte Beispielhoroskop auf exakt die gleichen Deklinationswerte gekommen. Bei Peter Fonda jedoch auf vollkommen andere Werte, die teilweise um mehr als 10 Grad abweichen.
P.S.: Astrodienst berechnet alle Zeithoroskope immer auf 0:00 UT!
du hast recht, die SB-Deklintion im Fonda Horoskop von heute Nacht ist falsch (Sprung in falsche Routine).
hier der jetzige Stand:
Stimmt recht gut mit den astro.com Werten überein.
Hier noch und als grafische Darstellung:
s K t (0.19) gegeben.
Gut zu wissen, das Astro.com die Deklinationswerte des Sonnenbogen hat, kann also jeder ran kommen.
Also die Wittesche Technik ist ok.
Eigentlich ist es ganz einfach: Man läßt die Radixbreite beim Sonnenbogen stehen und errechnet für den Faktoren den Sonnenbogen Platz (Faktor r +Sonnenbogen ).
Dieser neue Platz hat wegen der Schiefe der Ekliptik zum Äquator nun eine, (bei gleicher Breite auf der Ekliptik), andere Deklinaton.
danke für die neue Horoskopgrafik, jetzt stimmen die Werte.
Die minimalen Unterschiede zu Astrodienst sind darauf zurückzuführen, dass bei Astrodienst für Zeithoroskope keine Eingabe der Uhrzeit möglich ist. Astrodienst rechnet immer mit 0:00 UT. Wenn Du also das Sonnenbogenhoroskop auf den 17. August 2019 um 0:00 UT berechnest, sollten die Werte identisch sein.
Falls die Deklination dann noch im Sekundenbereich abweicht, kann ich mir nur noch vorstellen, dass die Berechnung der Ekliptikschiefe abweicht, die für die Umrechnung von Längengraden in Deklination benötigt wird. D.h. wurde die Ekliptikschiefe auf das Datum des Radix, oder auf das Datum des Sonnenbogenhoroskops berechnet, oder wurde eine Konstante verwendet. Da Astrodienst immer sehr genau rechnet, kann ich mir letzteres nicht vorstellen.
Abweichungen im Sekundenbereich wird es halt immer geben.
Schon und gerade bei den Ortskoordinaten geht es ja los.
Wo genau liegt Manhattan? 73°59 West ,40°46 Nord oder wie ich es verwendet habe 73°5759 West, 40.4700 Nord. (Geonames).
Ist es das Rathaus oder was?
Eine genaue Adresse haben wir ja nicht, war die Geburt eine Hausgeburt und wenn nicht, welches Krankenhaus?.
Was die Ekliptikschiefe angeht, da ist dann die Frage nimmt man die Ekliptik vom Ereignistag (23°26'10''104736), oder aber die Ekliptik Radix ( 23°26'41'',316457) oder die Ekliptik Stichtag sekundäre Sonne (23°26'40'',369296)?
(Ich hab Radix gelassen, weil wir ja die Radixbreiten verwenden.)
Alles in allem , Abweichungen im Sekundenbereich sind zu erwarten und beim auf und abrunden auf Minuten schlägt das auch mal in die Minute durch.
Himmel, man kann bei mir das Runden nur nach unten zulassen, um immer im richtigen Grad zu sein.
Wichtig nur manchmal bei bei der Entscheidung, ob jemand noch oder schon ist.
Letzlich gibt es immer etwas was klappert und für die Deutung spielt es kaum eine Rollle.
Auch die Rechengenaugkeit der Fließkommazahlen im Rechner hat ihre Grenzen (1/3=0.33333333333333331).
> Abweichungen im Sekundenbereich wird es halt immer geben. Schon und gerade bei den Ortskoordinaten geht es ja los.
Allgemein gesehen stimmt das natürlich.
Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass die Astrodienst Horoskope eine gute Möglichkeit bieten eigene Berechnungen und Rechenschritte zu überprüfen.
Falls das gewünscht wird, muss natürlich mit der aktuellen Version der Swiss Ephemeride und den gleichen Ortskoordinaten, die Astrodienst verwendet gerechnet werden. Wenn dann noch alle Zeithoroskope (Direktionen, Progressionen usw.) auf 0:00 Ut berechnet werden, sollten die Ergebnisse sekundengenau übereinstimmen.
Auf diese Weise läßt sich auch Deine Frage beantworten, auf welchen Tag die Ekliptik berechnet werden sollte. Oder zumindest auf welchen Tag Astrodienst sie berechnet:
Astrodienst verwendet die Ekliptikschiefe des Stichtags der sekundären Sonne. Eine logische Entscheidung. Denn wird ein normales Radix Horoskop auf den Stichtag der sekundären Sonne ausgestellt, dann hat die Sonne exakt die Deklination von 18°20'24"N, die sie auch in der Astrodienst Sonnenbogendirektion Berechnung von Peter Fonda hat (siehe oben).
Wird für die Berechnung der Deklination der Sonnenbogendirektion die Ekliptik des Radix verwendet, beträgt die Deklination 18°20'27"N. Der Unterschied von 3" Sekunden ist sehr gering, weil das Datum des Radix und der sekundären Sonne naturgemäß nur geringfügig voneinander abweichen. Selbst wenn die Ekliptik des Ereignisdatums 17. August 2019 verwendet wird, bleibt der Unterschied der Deklination mit 18°20'21"N genauso gering.
Daher ist das richtige Datum der Ekliptikschiefe hier wohl vernachlässigbar.
- Jetzt muss ich möglicherweise "Sorry" sagen - wegen meiner Bedenken. Hat aber auch sein Gutes - nun zeigt sich wie aussagestark die SB-Direktionen sind (wie auch die Epochenbilder....) Dank Euch beiden! Grüße, Klaus
...nun ist etwas mehr gebastelt. Es gibt Farbe und Unterscheidung zwischen nördlichen und südlichen Deklinationen (gestrichelt) und die Deklinationslinen sind mehr beschriftet.
Hier die Geschichte unseres Landes (24.5.1949, 0:0, auf Berlin gerechnet).
1.Teil
2.Teil folgt
LG Bernd
Nachtrag: Aufs Bild klicken zeigt es einzeln und größer
Hallo Bernd, ich finde in der Tat, dass die Entsprechungen in großer Zahl signifikant bis hochsignifikant sind. Jedenfalls werde ich fortan immer einen Blick auf die SB-Deklinationen werfen. Grüße, Klaus
Wenn man so eine kleine Untersuchung macht, fällt erst auf, wie schnell man alles wieder vergißt und wie viel schwieriger die Wertung von Ereignissen wird, je näher am Jetzt sie liegen.
Natürlich ist diese Technik nicht all selig machend und Langzeit Entwicklungen (wie etwa Harz IV) sind kaum zu erkennen.
Immerhin, das nächste Jahr wird hiernach kein Katastrophenjahr.
Mein kleines Problem mit der grafischen Auflösung ist auch gelöst, macht man die Jahre größer ist etwas leichter zu erkennen (deshalb hier nur 20 Jahre).
Noch einmal, zwecks Illustration, das Epochenbild von 1684 (wirksam bis 2044). Thema "Nine Eleven". Der direktive AC soeben in die Zwillinge eingetreten - dies zusammen mit der ME-SA- Deklination im SB verweist auf die Twin Towers. U.a. ist MA-PL bestimmend, einmal aufs MC bezogen gegeben, dann in den SB-Deklinationen.