Kurt Pahlen (Die großen Epochen der abendländischen Musik, S. 127-135):
(..)Schließlich muß die Toccata hier erwähnt werden, die nach Anfängen im 15. Jahrhundert sich allmählich in ein freies Spielstück verwandelte und zumeist auf der Orgel frei improvisiert wurde. Besonders gelungene wurden dann wohl aus dem Gedächtnis aufgeschrieben. Im Barock gelangte diese Form, oft als Vorspiel zu einer Fuge verwendet, zur höchsten Entwicklung. Als ihr Merkmal kann gelten, daß stets einige feierliche, ausgehaltene Akkorde mit raschen Läufen und reich verzierten Passagen abwechseln. Italien dürfte auch hier vorausgegangen sein (die beiden Gabrieli, Merulo, Frescobaldi), deutsche Orgelmeister (Froberger, Buxtehude, Pachelbel) übernahmen die interessante Form, und Bach führte sie auf ihren Höhepunkt. Seine Orgel-Toccata in d-Moll gehört zu den großartigsten Werken der Zeit.(..)
Beste Grüße Mythopoet
P.S. Der Begründer der 'Wellenastrologie' hatte eine Zeitlang im PrognoseFokus mitgeschrieben.
Ja, der Pahlen, hat so manchem den Weg geebnet. Aber, wie gesagt, nach neuerer Forschung ist die Zuschreibung strittig. Was solls, die d-moll Toccata ist die wohl wuchtigste, nicht aber unbedingt die kunstvollste der Kompositionen für Orgel im Bachschen Universum . Grüße, Klaus
Bach - Uhrzeit unbekannt, 21.03. 1685, Eisenach - julianisch !! (Da finden sich noch immer falsche Bach-Horoskope.) Bei "Promis" wie JSB kann man Folgendes Tun: man nimmt ein vorhergehendes Epochenhoroskop - z.B. eine Große Konjunktion, oder wie hier ein Epochenbild der Serie der "6oer" - gemäß dem Chin 60-Jahres-Rhythmus. Im Jahr vor Bachs Geburt setzte die (bis 2044 laufende) neue 360 Jahre umfassende Epoche ein. Man erstellt dann auf dieses Epochenbild die TP I für den Tag der Geburt des Nativen- siehe Bild rechts für Bach. Mit einer erhöhten als AC-Regent und einer Haus5- auf dem ersten Gr . Bach war ja, was die musikalische Formensprache angeht, durchaus "konservativ". Zwar war er nicht so sehr "barock" wie der ein paar Wochen vor ihm geborene Händel, aber auch beim "strengeren" JSB findet sich das Barocke, wenn auch nicht so "opulent" wie bei Händel. - scheint bei Musikern recht häufig, nun, es würde einen wundern wär's nicht so.
Also dieses Tertiär paßt ja nun gar nicht zu Bach, Klaus.
Da ist nichts Heroisches oder Melodramatisches in seiner Musik, -Waage-, auch nichts Untergänglerisches, - Saturn-Neptun, Zudem mit einem Uranus im Widder wäre seine Musik wohl Krach.
Bach ist vielleicht schwerer, Händel hingegen leichtfüßiger, aber barocke Fülle und Üppigkeit da wie dort.
Wesentlich passender hier nochmals Bachs Tageshoroskop vom Jahres-OG abgeleitet.
Hallo Elisabeth, Hmm, der war auf 2 zu Beginn des Hunnensturms - der dann ja die Hauptphase der Völkerwanderung ausgelöst hat. Das hat sich tief ins Gedächtnis der Völker eingeschrieben. Auch das Nibelungenlied - gut und gerne 800 Jahr später entstanden - greift Teile dieses historischen Geschehens auf. Das Thema der Flucht wurde ja auch mit dem letzten Transit des über den besagten Grad virulent. Ich glaube, dem Thema kommt man bei Bach/Händel nicht mit den gewohnten Inhalten bei. Der der Musik ist eben ein anderer als der in - z.B. den Bereichen der Politik oder des Business. Grüße, Klaus
Das ist eine Stelle bei der Donau, an dem es früher die Leichen der ledigen Mütter, auch mancher Männer angeschwemmt hat, die danauaufwärts ins Wasser gegangen waren.
Ich habe diesen Ort einmal vermessen, und das hat 2 Fische. Also eher das Gegenteil von Flucht. Die Tatsache, daß mit dem Eintritt des Neptun in Fische ff. Flüchtlingströme stattfanden, ist doch eher darauf ein Hinweis, wieviele davon ertrunken sind.
ZitatNachdem im Herbst 2013 binnen weniger Tage 400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertranken, organisierte Italien die Operation. Am 18. Oktober 2013 startete Mare Nostrum unter der Leitung des Admirals Guido Rando
Man hat dann Mare Nostrum begründet. Neptun steht 2,8Fische Opp. Mars, das ist die "klassiche Flucht". Auch Mars-Pluto. Mittlerweile ist das so gut wie eingestellt.
Auch von der Gemütslage her ist das beim Überlauf über diesen Grad eher das Gegenteil von -sich aufmachen, oder Flüchten. Eher seelisches Hochwasser, da der Neptun - Wasser - das Liegengelassene an das Tor der Zeit - Saturn spült. Wird das nicht bewältigt, kann es sogar zu Panikattacken führen. Ist man eine gute Wasserleitung, kann das auch schöpferisch sein, indem der Uranus hervorbricht. Der Eintritt Neptuns in fische ist "zufällig" ein Wass.OG Hier auf Lampedusa
Es hat einen Mars-Pluto Spiegelpunkt für die Flucht und einen Saturn-Neptun Spiegelpunkt für das Ertrinken.
"Zwar ist es leicht, doch ist das Leichte schwer; Es liegt schon da, doch um es zu erlangen, Das ist die Kunst, wer weiß es anzufangen?"
Ganz kurz möchte ich noch auf erwähnte SA/NE eingehen.
Wenn auch die klassische/traditionelle Astrologie völlig andere Deutungen/Zuordnungen zu den 2°~ Fische aufweist,
so ist wohl inzwischen gerade dieser Döbereiner-GSP nahezu Allgemeingut von vielen heutigen Astrologierichtungen geworden.
Die bekannte Problematik des 2°-Fische-SA/NE ist ja der fehlende UR.
Im Zusammenhang zum diskutierten Thema dieses SA/NE bei Musikern der damaligen Epoche meine ich Herrn Döbereiner so verstanden zu haben,
daß man es durchaus so betrachten dürfe, daß sich hier der ansonsten fehlende UR hinzugefügt habe, da die Musik dieser Epoche quasi vom Himmel (UR) herabgeschöpft sei -
und nicht die subjektiv-persönliche Seelenlage heutiger Musiker zur Vertonung komme.
Hallo MP, das würde einiges erklären. Mozarts TP I für die Epoche ergeben einen MC auf knapp 2 Grad , in enger Konj. mit auf 4 Grad. Nehme ich da die Sek.progressionen, dann habe ich auf 1,5 im exakten Quadrat auf AC und auf dem DC. in Haus 5 .
ZitatIst man eine gute Wasserleitung, kann das auch schöpferisch sein, indem der Uranus hervorbricht.
Und
Zitat..daß man es durchaus so betrachten dürfe, daß sich hier der ansonsten fehlende UR hinzugefügt habe, da die Musik dieser Epoche quasi vom Himmel (UR) herabgeschöpft sei -...
Ich muß mich doch sehr wundern. Denn ist denn der Uranus nicht immer vom Himmel geschöpft, so er einer ist?
Zu Mozart wäre doch zu sagen, daß er im Vorhof der Zeit der Entdeckung des Uranus und der französichen Revolution geboren und gelebt hat, und in dem Moment, in dem der Uranus in die "Sichtbarkeit" geholt wurde, scheint er nur mehr kompensatorisch gewährleistet zu sein. Davon waren Bach und Händel weit entfernt.
Auch vermisse ist etwas zu den Hunnen und der Völkerwanderung.
im TP-Bild-Bachs halte ich für sehr stimmig. Man kommt da mit den gewohnten Bildern des wohl nicht weiter. Der löst hier nicht den auf, er überträgt seine Maße in die Sphäre der musikalischen Schwingung.
Mit dem Übergang über den Dnjepr 375 beginnt die entscheidende Phase der Völkerwanderung - nun setzten Massenbewegungen ein. Das Jahres-OG auf Donesk (oder auch Donizk, Ukraine) - ungefähr die Region, wo die Hunnen den Fluss überquerten. überlief 375 die 2 Siehe auch auf 22 veränderlich.
Auch die des Bachschen Geburtsjahres löste Flüchtlingströme aus: infolge der Aufhebung des Ediktes von Nantes durch Ludwig XIV. Und die jüngste Konj. hat die größte Flüchtlingswelle nach dem II.WK bewirkt.
Zitat von Klaus im Beitrag #14 Man kommt da mit den gewohnten Bildern des wohl nicht weiter. Der löst hier nicht den auf, er überträgt seine Maße in die Sphäre der musikalischen Schwingung.
Der Neptun an sich hat noch kein Maß. Das Maß kommt immer erst mit der Teilung, und wird vom Saturn gegeben.
Ich sehe es eher so: Wenn der Neptun geschöpft wurde, dann ist die "Musik" da. Diese ist zwar auch Schwingung, aber noch viel viel mehr. Diese Musik braucht einen menschlichen "Träger", heißt jemanden, der sie in der Zeit "auf sich nimmt" und damit gewährleistet.
Wenn der Neptun nicht gewährleistet ist, dann kommt es zur Auflösung, Überschwemmung, Flucht etc.
In der polaren Welt treten die Gegensätze immer gemeinsam auf. Wie sollte man den Tag erkennen, wenn es die Nacht nicht gäbe?
"Und die jüngste Konj. hat die größte Flüchtlingswelle nach dem II.WK bewirkt."
Die Konjunktionen bewirken gar nichts. Sie zeigen höchstens auf, wie die Zeit sich in Abhängigkeit von der menschlichen Entscheidung auswirft, oder eben auch nicht auswirft.
Hab ich gar nicht gesagt - d.h.- nicht sagen wollen. Bezugsfehler - "...überträgt DESSEN Maße ... die des .
"...Die Konjunktionen bewirken gar nichts. Sie zeigen höchstens auf, wie die Zeit sich in Abhängigkeit von der menschlichen Entscheidung auswirft, oder eben auch nicht auswirft. "
Klar doch, weiß man, Grundkurs Astrologie... :-) - bin mir aber inzwischen gar nicht mehr so sicher, dass das so stimmt was du da schreibst... Wie kann die Zeit sich "auswerfen" ? Seltsames Sprachbild. Grüße, Klaus
Hallo Planeta, es gibt Zweifel an der Urheberschaft - d.h. die Zuschreibung ist m.W. nicht klar durch Quellen belegt. Das muss nun icht heißen, dass das Werk nicht von Bach sein kann. Siehe hier unter "Autorschaft". http://de.wikipedia.org/wiki/Toccata_und_Fuge_d-Moll_BWV_565
Neuerdings scheint man die Toccata denn doch wieder eher Bach zuzuschreiben. Ich finde dies auch nicht allzu wichtig. Die Toccata ist so etwas wie die "5." Bachs, schon der Eingangstakte wegen. Tatsächlich sind eine Reihe anderer Kompositionen Bachs für Orgel wohl bedeutender, jedenfalls kunstvoller angelegt. Grüße, Klaus
"es gibt Zweifel" - mit diese drei Worten kann die "zarte Saite Gewissheit" überlagert und ge- (zer)stört werden, denn seltsamerweise zieht man den Zweifel nie in Zweifel.
Der Zweifel stirbt, im Gegensatz zur Hoffnung, nie... Pluto lässt grüssen:
Hallo Planeta, Seit wann ist denn Pluto der Zweifel? Pluto ist doch die - wenngleich oft falsche- Gewissheit. Der Fanatiker darf keinen Zweifel kennen. Man sollte das alles nicht überbewerten - z.B. die Passacaglia 100% Bach - steht eindeutig über der d-moll Toccata:
Die Passacaglia: eine Ostinato-Variation. Eine vier, meist achttaktige feste Basslinie (wie auch hier), Basso ostinato, darüber eine Folge von Variationen (in der Bachschen oben sind es 20). Das Wort "Passacaglia" bedeutet eigentlich in etwa "eine Straße entlang gehen". Da frage ich mich natürlich - nur deshalb diese Hinweise - nach evtl. Bezügen zur achtfachen Ordnung des Tierkreises, die den OGs zugrunde liegt.
...sind Zweifel und Gewissheit nicht ein Gegensatzpaar? Yin und Yang.
Wenn der Zweifel die Gewißheit zerstört hat, ist nicht immer noch Pluto? Fragt sich Glomph
___________________________________________________________________ Software und mehr: www.astroprozessor.eu -> Heimat des Glomph Noch eine Baustelle: www.Sonnenwende-online.eu --> enthält AstroGeo
Die Gewissheit bedarf des Zweifels - der Zweifel bedarf der Gewissheit ? Der Zweifel: der Zwei - fel. Also die Zwei, die Gestalt des biblischen Thomas. Dieser braucht die Gewissheit der Wunde, des Schmerzes. "Zeige deine Wunde" -J. Beuys. Die Ver-zwei -flung droht hier wie dort. Grüße, Klaus